HSV Neuhaus-Schierschnitz e.V.

 Ausbildung  

 Grundgehorsam, Fährten und Stöbern

Hunde in freier Wildbahn leben in einem Rudel und unterliegen einer strengen Hierarchie. Auch unser Hund benötigt feste Strukturen und will seinen Platz bei uns kennen. Der Mensch ist Rudelführer, ansonst macht der Hund was er will. Unterordnung ist das Wichtigste für das Zusammenleben von Hund und Mensch. Die Gehorsamsübungen wie „Sitz, Platz, Fuß“ usw. sind die Basis für den täglichen Umgang mit dem Hund, wobei das Alter natürlich keine Rolle spielt. Ständig müssen Kommandos wiederholt werden, damit der Hund das Gelernte nicht vergisst.                                   

Unsere heutige Umwelt fordert den sozialverträglichen, wesensstarken und doch leichtführigen Begleithund. Der aggressive Hund ist nicht erwünscht. Wir verlangen neben dem Gehorsam, Sicherheit im Straßenverkehr und Gelassenheit gegenüber Artgenossen und Menschen. Deshalb sollte es das Anliegen eines jeden Hundehalters sein, mit seinem Vierbeiner an einer Begleithundeausbildung teilzunehmen. Diese fördert nicht zuletzt auch eine noch engere Bindung zwischen Mensch und Hund.   soll ein normales Verhalten im alltäglichen Straßenverkehr und im Umgang mit anderen Tieren zeigen. Bei der Ausbildung sollen unsere Hunde erkennen lassen, dass sie auch im belebten Verkehr mit Fußgängern, Radfahrern, Auto, sowie bei Begegnungen mit anderen Hunden gut zurecht kommen. Ein wesentlicher Teil der Ausbildung sind die Gehorsamsübungen, dabei werden Leinenführigkeit, Freifolge, Sitz, Ablegen in Verbindung mit Herankommen und Ablegen unter Ablenkung ausgebildet.
Die erfolgreiche Ausbildung zum Begleithund stellt den Einstieg in den Hundesport dar. Das Bestehen der Prüfung ist sowohl für den Schutzhunde-Sport als auch im Agility oder in der Fährtenarbeit grundlegende Voraussetzung. Das Zulassungsalter beträgt 15 Monate.

Grundstellung:
     

Fuß gehen:

      

Ablegen unter Ablenkung:

 

Hereinkommen mit Vorsitzen:

                   

   

  

 Platz mit Hereinkommen:

   

Jedoch heißt eine bestandene BH noch lange nicht, dass man sich auf den Lorbeeren ausruhen kann. Ständig müssen Übungen wiederholt und verbessert werden. Außerdem wird sich der Hund zu Hause anders verhalten, als auf dem Trainingsplatz. Das heißt: die verschiedenen Übungen sollten in den Alltag integriert werden, so bekommen sie durch Unterordnungstraining in der Stadt einen sicheren Begleithund in jeder Situation. Meistens hören Hunde auf dem Platz einwandfrei, aber daheim ist nichts mehr von Erziehung zu erkennen. Viele denken, die Trainer übernehmen die Ausbildung, aber so ist es nicht. Das Training im Verein zeigt dem Ausbilder, was Hund und Hundeführer die Woche über gelernt haben und welche kleinen Fehler sich eingeschlichen haben, die ausradiert werden müssen. Also: holt Euch Informationen und Tipps von unseren Trainern, übt fleißig, denn Begleithund ist nicht gleich Begleithund!!!

                                                                       

Auch Abwechslung muss sein!!!

Hier seht ihr Siggi und Bello. Unser Verein bietet zwar kein Agility an,trotzdem steht auf dem Vereinsgelände ein ähnlicher Parcours aus Tunnel, Reifen, Hürden, Laufsteg und Wippe, auf dem sich die Hunde zwischen den Gehorsamsübungen austoben können. Die Trainingseinheiten zu den Prüfungen fordern die Hunde geistig sehr. Durch die Abwechslung zwischendurch, behalten unsere Vierbeiner ihre Konzentration und wir tun was für die Ausdauer von Hund und Herrchen!!!

     

                                                   

Heute sind viele Hunde nicht ausgelastet, sie haben keine wirklichen Aufgaben und ihnen fehlt die Kopfarbeit. Fährten bedeutet höchste Konzentration für den Hund. Diese Ausbildung beginnt man mit kurzen Geraden, die nach und nach zu Bögen, 90º Winkeln und spitzen Winkeln ausgebaut werden. Der Hund sucht die Fährte selbstständig an der 10-Meter-Leine ab und zeigt dabei ausgelegte Gegenstände aus Holz, Leder, Kunststoff u. a. durch Setzen, Stehen oder Liegen an. Dabei orientiert er sich an zertretenen Kleinstlebewesen, Gräsern und abgefallenen Körperpartikel des Fährtenlegers. Durch viel Übung und Fleiß gelingt es dem Hundeführer, seinen Hund auf die Prüfung vorzubereiten. An der Prüfung wird die korrekte Ausarbeitung der Fährte beurteilt, und ob alle Gegenstände verwiesen wurden. Schwierig wird es, wenn das Wetter nicht mitspielt. Durch Regen oder starken Wind kann die Duftspur zerstört und somit unauffindbar für den Hund werden.

Bestimmungen der Prüfungsordnung über Fährten:


FPr1 = 350 - 400 Schritte lang, 20 Minuten alt, 2 Gegenstände, 2 rechte Winkel;

FPr2= ca. 600 Schritte lang, 30 Min. alt, 2 Gegenstände, 2 rechte Winkel, Fremdfährte;

FPr3 = ca. 800 Schritte lang, 60 Min. alt, 3 Gegenstände, 4 rechte Winkel, Fremdfährte;

FH 1 = 1.000 bis 1.400 Schritte lang, 3 Stunden alt, 4 Gegenstände, 6 rechte Winkel, Fremdfährte mit Verleitung (3x), Überquerung einer Strasse oder Weges;

FH 2 = 2 000 Schritte lang, 3 Stunden alt, 1 Identifikationsgegenstand, 7 Gegenstände, 20 x 20 Schritt grosse Abgangsfläche, 2 Markierungspfähle mit Startlinie, Verleitung, (2) Weg(e)/Strasse(n), 8 Schenkel, spitze Winkel, stumpfe Winkel, Bogen.

Start der Fährte am Fährtentäfelchen:

        

Absuchen der Trittspur:

                                     

    

    

   

 

   

Am Fährtengegenstand:

     

                                                  

              

Die Stöberprüfung ist noch relativ neu in der Prüfungsordnung und ist für jeden Hund egal welcher Größe und Rasse geeignet. Der Hund muss die Begleihundeprüfung bestanden haben und 15 Monate alt sein.
Je höher die Prüfungsstufe desto höher sind auch die Anforderrungen an das Team Hund und Hundeführer.

Bei der Stufe 1(Stöberfeld 20 mal 30m) müssen 2 Gegenstände gefunden werden.Der Hund muss die Gegenstände liegend anzeigen und hat für diese Stufe 10 min. Zeit.
Bei der Stufe 2 ist das Stöberfeld 20 mal 40m groß und der Hund muss 4 Gegenstände erstöbern,er darf die Zeit von 12 min. nicht überschreiten.
Bei der Stufe 3 sollte der Hund 5 Gegenstände finden. Die Gegenstände sind jetzt kleiner und das Stöberfeld ist 30 mal 50m groß. Nach 15 min. sollte der Hund alles gefunden haben. Das erstöbern von Gegenständen ist für jeden Hund eine schöne Beschäftigung und sorgt nicht nur für ausreichende Bewegung sondern der Hund muss sich auch noch sehr konzentrieren. Auch muss er auf den Hundeführer reagieren und die entsprechenden Hörzeichen befolgen.

  


                       

Auch die Gruppenausbildunggehört bei uns zum Programm.

 

 

Allerdings ersetzt sie nicht die Einzelausbildung. Hier muß der Hund lernen: auf dem Platz wird gearbeitet, draußen gespielt! Vor der Übungsstunde gehen wir alle zusammen spazieren alt und jung, groß und klein! Da können die Hunde sich austoben und "Zeitung lesen".

Auch hundesportliche Beziehungen zu anderen Vereinen, wie zum Hundeverein Sonneberg-Neufang werden gepflegt, indem wir abwechselnd hier und da trainieren.

 

           

                      

                                                           

                                              

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